Sonntag, 23. Dezember 2012

Rezension: Autorität ist, wenn die Kinder durchgreifen

Ein weiteres Mal habe ich über Blogg dein Buch ein Buch zugeschickt bekommen. Diesmal ist es ein Buch vom Ludwig-Verlag.

Autorität ist, wenn die Kinder durchgreifen - Wahre Geschichten aus der Familienhölle von Peter Unfried

Inhalt: Die aufreibende Suche nach der zeitgemäßen Erziehung
Was tun, wenn man die Kinder zu eigenständigem Denken ermutigt und die genau das tun – und zwar bevorzugt im Umgang mit den Eltern? Als cleverer Vater arbeitet man dann mit allen Tricks und sogar mit Humor – aber so viel Humor kann ein normaler Mensch gar nicht haben. In Peter Unfrieds Geschichten geht es um die Kernfragen zeitgemäßer Erziehung: elterliche Autorität, Vertrauen und die Werte und Kompetenzen, die man Kindern heute vermitteln sollte. Die bringt er eindringlich, mit Situationskomik und garantiertem Wiedererkennungseffekt auf den Punkt.

Penelope (13) und Adorno (11) sind fixiert auf elektronische Geräte, lesen nur »Kicker« und »Gala« und mutieren zu radikalen Vegetariern. Die Mutter, genannt »die Macht«, zieht bedauerlicherweise nicht immer an einem Strang mit dem Vater – der natürlich der einzig Normale in dem Haufen ist. Unter lebensgefährlichen Bedingungen (»Wenn du das aufschreibst, bist du tot, Papa!«) plaudert Peter Unfried, Chefreporter der taz, aus dem Familien-Nähkästchen und erzählt, wie er seinen pubertierenden Nachwuchs zeitgemäß zu erziehen versucht. Das liest sich höchst unterhaltsam und witzig, doch nie geht es nur um den vordergründigen Gag, sondern immer um die zentralen Fragen, die in der heutigen Zeit alle Eltern umtreiben. Peter Unfried lässt sie teilhaben an seinem unerschütterlichen Optimismus, für jedes familiäre Problem eine Lösung zu finden.




















Seiten: 256

Kurzfazit: kurzweilig und amüsant

Das Buch ist in viele kurze Kapitel eingteilt, welche jeweils ein spezielles Thema behandeln. So kommt man recht zügig durch. Die vom Autor beschriebene Familie scheint mir doch sehr speziell und etwas realitätsfern. Es ist alles sehr überspitzt dargestellt. Geschmunzelt habe ich dennoch des Öfteren.

Im Grunde handelt es sich hier um das klassische Familienmodell, Mutter, Vater und zwei Kinder, natürlich ein Mädchen und ein Junge. Die dargestellten Situationen behandeln nahezu jedes Thema, welches zur Zeit alle Eltern mit Kindern im vorpubertären Alter kennen dürften. Facebook, Umweltbewusstsein, digitale Geräte, Moral, Selbstdefintion...um nur einige zu nennen.

Durch die überspitzte Darstellung wirkt alles etwas weit her geholt, kaum eine Familie wird diese Sachen alle  durchleben. Außerdem finde ich, dass die Kinder in sehr viel einfach durch pure Sturheit den Eltern gegenüber durchsetzen. Ich persönlich, als völliger Laie, strebe hier doch eine etwas andere Form der Erziehung an. Klar sollen die Kinder selbst denken und bis zu einem gewissen Grad entscheiden, aber deswegen muss es dennoch Grenzen geben und die sind bei mir spätestens dann erreicht, wenn meine Kinder mir zum Beispiel vorschreiben wollen würden, wie meine Essgewohnheiten auszusehen haben.

Wenn man das Ganze jedoch nicht so stocksteif und ernst betrachtet, sondern einfach als witzige, unterhaltende Erzählung, empfand ich viele Themen doch recht amüsant umgesetzt. Man erkennt sich selbst, seine Eltern, Geschwister und Andere hier und da mal wieder und muss alleine aus diesem Grund schon schmunzeln. 

Ich würde sagen, das Buch ist angenehm, kurzweilig und leicht und ich hatte beim Lesen meinen Spaß. Deswegen bekommt das Buch von mir 4 von 5 Sternen.








Wer nun auch Lust bekommen hat Herrn Unfrieds Familienhölle kennen zu lernen, kann das Buch hier bestellen.

1 Kommentar:

  1. Hallo Süße,
    ich wünsche Dir frohe Weihnachten ;o)
    Lieben Gruß
    Janine

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